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PERAUGYMNASIUM VILLACH ARCHIV • SCHULHOMEPAGE 1997 - 2014
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- SCHULGESCHICHTE -

  Die Schule im 1. Weltkrieg
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Mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs war ein geregelter Schulalltag nicht mehr möglich. Im Sommer 1914 wurden sieben Lehrkräfte zur militärischen Dienstleistung herangezogen, später auch Schüler; einige von ihnen mußten ihr Leben lassen. Im Sommer 1929 errichteten deshalb ehemalige Schüler des Gymnasiums ein Denkmal zu Ehren der Gefallenen. Es steht noch heute in der Aula der Schule.
Seit der Kriegserklärung Italiens an Österreich am 23.5.1915 gerät die Stadt Villach an den unmittelbaren Rand des Kriegsschauplatzes. Es kommt zur Bildung der freiwilligen Schützentruppen, denen auch Schüler angehören. Im Mai 1915 machen sich 54 Schüler unter der Führung eines Turnlehrers zur Verteidigung der Heimat auf; bis auf einen Schüler der 5.Klasse kommen alle wieder unversehrt zurück.
Da das Armeekommando der Südfront im Schulhaus untergebracht wird, wird bis 1918 der Unterricht nur äußerst notdürftig in einigen Räumen der Mädchenbürgerschule erteilt, wobei abwechselnd vormittags und nachmittags in je vier Klassen unterrichtet wird.
Im Schuljahr 1916/17 muß der Unterricht zeitweise wegen Kohlemangels eingestellt werden. Eine Grippeepidemie im Herbst 1918 und die Unterbringung von Soldaten im Zuge der Auflösung der Ungarisch-Österreichischen Armee führen dazu, daß mit dem Unterricht erst im Dezember im Anstaltsgebäude begonnen werden kann.
Ein geordneter und regelmäßiger Unterricht findet erst wieder nach dem Kärntner Abwehrkämpfen, an denen Schüler des Obergymnasiums teilnehmen, statt.

Nach einem Bericht von Prof. Johannes Buchacher aus 1994 in der Schrift
"125 JAHRE GYMNASIUM PERAU - ZUR GESCHICHTE DER SCHULE"