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PERAUGYMNASIUM VILLACH ARCHIV • SCHULHOMEPAGE 1997 - 2014
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- SCHULGESCHICHTE -

  Schultypen und Lehrpläne
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1869 Beginn als Unterrealgymnasium mit Latein ab der 1. Klasse. Ab 1872/73 besteht in der 3. Klasse die Wahl zwischen Griechisch (18 Schüler) und Französisch (20 Schüler)
1873 / 74 In der 3. Klasse wählen 25 Schüler Griechisch und 12 Schüler Französisch, im Folgejahr besucht nur mehr 1 Schüler den Unterricht in Französisch.
1874 Umwandlung in ein achtklassiges Staats- und Obergymnasium
1878 Die erste Reifeprüfung
1878 / 79 Führung als reines Gymnasium mit Latein in allen Klassen und Griechisch ab der 3. Klasse, ohne Französisch. Bezeichnung: k.k.-Staatsgymnasium
  Freigegenstände: Französisch, Italienisch, Slowenisch, Englisch, Volkswirtschaftslehre, Darstellende Geometrie, Turnen, Gesang, Freihandzeichnen, Kurzschrift.
ab 1879 Für Schüler mit der Muttersprache Slowenisch ist der Besuch des Slowenischunterrichts verpflichtend. Bis 1900 gibt es einige Male an die 25 teilnehmende Schüler.
1901 / 02 Es wird zusätzlich eine Oberrealschule geführt, in der nicht der Griechischunterricht besucht werden muß. In der 3. und 4. Klasse wird wieder Französisch angeboten. Für ein besseres Fortkommen der Schüler im Gymnasium wird eine Vorbereitungsklasse eingeführt.
1903 / 04 Turnen als Pflichtgegenstand im Untergymnasium, ab 1907 auch im Obergymnasium. Ein erstes Wetturnen an der Schule findet 1911 statt. Einige Jahre vor dem ersten Weltkrieg werden für die Schüler der obersten Klassen Schießlehrgänge abgehalten.
1909 / 10 Umwandlung in ein Realgymnasium mit Französisch anstatt Griechisch und den zusätzlichen Fächern Darstellende Geometrie und Chemie in der Oberstufe. Diese Änderung erfolgte gemäß einem Ersuchens der Stadtgemeinde nach dem großen Aufschwung der technischen Wissenschaften zu Beginn des Jahrhunderts.
ab 1915 An schulfreien Nachmittagen und an Sonntagen werden soldatische Übungen und Geländespiele mit militärischem Charakter durchgeführt. An sechs Tagen im Schuljahr finden ganztägige Märsche mit militärischen Übungen statt.
22. 4.1919 Erlaß, der die Gründung eines Elternrates möglich macht.
bis 1919 Erlässe für mehr Rechte der Schüler, zB: die Mitgliedschaft zu einem Verein wird gestattet, die Teilnahme am Religionsunterricht ist freiwillig. Daraufhin werden viele Burschenschaften und Verbindungen gegründet, zB. die pennalen Burschenschaften "Arminia" (1907) und "Cimbria" (1920), die katholisch-deutsche "Nibelungia" (1925), die Jungsängerschaft "Skalden" (1927). Die Schüler dürfen in Ausübung der Vereinsrechte Wirts- und Kaffeehäuser besuchen.
ab 1921 Einmal in der Woche wird ein "Freiluftnachmittag" für Spiele und Turnübungen und einmal im Monat wird anstelle des Unterrichts ein Wandertag durchgeführt. 1928 erhält jede Klasse pro Woche zwei Turnstunden vormittags und zwei Stunden nachmittags für Turnübungen und Spiele in freier Luft. 1930 wird die Zahl der Wandertage auf fünf pro Jahr beschränkt.
11. 4.1923 Erlaß, gemäß dem zum ersten Mal ein Schularzt tätig wird.
1927 / 1928 Neuer Lehrplan. Die Schule bleibt ein Realgymnasium, und zwar nach der Form A: Latein ist die erste und Französisch die zweite Fremdsprache (erst ab der 5. Klasse). Deutsch und Mathematik erhalten mehr Stunden in der Unterstufe, die realen Fächer mehr Stunden zuungunsten der Fremdsprachen, Kurzschrift ist Pflichtgegenstand in der 4. Klasse, der Philosophische Einführungsunterricht wird in der 7. und 8. Klasse erteilt, die körperliche Ausbildung bildet einen besonderen Schwerpunkt.

Nach einem Bericht von Prof. Johannes Buchacher aus 1994 in der Schrift
"125 JAHRE GYMNASIUM PERAU - ZUR GESCHICHTE DER SCHULE"