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PERAUGYMNASIUM VILLACH ARCHIV • SCHULHOMEPAGE 1997 - 2014
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- SCHULGESCHICHTE -

  Die Raumnot und der Umbau des
Schulgebäudes von 1977 bis 1985
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Bis 1961 stand dem Gymnasium nur der Westtrakt des Gebäudes zur Verfügung. Der Osttrakt beherbergte bis 1957 eine Volks- und Sonderschule, von 1957 bis 1961 die Handelsschule und Handelsakademie. Erst nach der Errichtung der neuen Handelsakademie im Jahre 1961 konnte das Mädchengymnasium im Osttrakt untergebracht werden.

Bis dahin herrschte an der Schule große Raumnot. Es gab Wanderklassen, in den Pausen herrschte größtes Gedränge auf Stiegen und Gängen, manchmal betätigten sich Professoren als "Verkehrsregler" an den Kreuzungen.

Die Klassenräume waren vielfach düster; die Öfen heizte man mit Holz und Kohle, in der Früh war es häufig in den Fensterreihen noch ziemlich kalt. Im Turnsaal wurden zwei Klassen gleichzeitig unterrichtet. Der Hof wurde für den Turnunterricht verwendet, bei Nässe verwandelte sich der Erdboden in Schlamm. Im Frühjahr 1953 kommt es zum wiederholten Mal zu einem Deckeneinsturz im Handarbeitssaal.

Trotz einiger Zubauten herrschte schon wieder Mitte der siebziger Jahre große Raumnot, beherbergte das Gebäude doch mehr als 2000 Schüler. In der Unterstufe mußte eine gleitende 5-Tage-Woche eingeführt werden. Die Umkleideräume der Turnsäle wurden zu Klassen umgestaltet und durch Teilungen von Gängen Gangklassen geschaffen. Für 39 Klassen standen nur mehr drei Sonderräume zur Verfügung.

Aufnahme in 1983 von NW Endlich genehmigte das Bautenministerium im Jahre 1978 die Pläne für eine Generalsanierung. Zur gleichen Zeit wurde das Grundstück des ehemaligen Straßenbauhofes frei. Durch den Einsatz und Weitblick der Verantwortlichen in Stadt und Land konnte dieses Areal für die Schule gewonnen und als Sportanlage ausgebaut werden.

Der Umbau gestaltete sich in Anbetracht des aufrechtzuerhaltenden Schulbetriebs und der Deckenauswechslung in allen Geschoßen besonders schwierig. Am 4.10.1982 fing bei Schweißarbeiten an Installationsrohren das Dachgeschoß des Altbaus im Osttrakt Feuer. Der Brand zerstörte den Dachstuhl des Osttrakts und einen Teil der darunterliegenden Decke, Personen wurden nicht verletzt.

Die Sanierung und Adaptierung des Turnsaaltrakts war im Sommer 1983 abgeschlossen, mit Beginn des Schuljahres 1984/85 auch jene im West- und Südwesttrakt, sodaß nun wieder alle Unterrichtsräume zur Verfügung standen.

Dir.Grießer und BM Moritz Am 12. 12. 1985 fand die Übergabefeier der generalsanierten und erweiterten Schule statt. Direktor Grießer konnte unter den hohen Festgästen begrüßen:

Bundesminister für Unterricht Dr. Herbert Moritz, Landeshauptmann Wagner, Bischof Dr. Egon Kapellari , Superintendent Mag. Paul Pellar.

Ministerialrat DI Schmelz vom Bautenministerium wies darauf hin, daß beim Umbau der Schule die niedrigsten Kosten (2.700 S) pro Kubikmeter umbauten Raumes angefallen sind.

Trotzdem beliefen sich die Gesamtbaukosten auf stattliche 94 Millionen Schilling.

Nach einem Bericht von Prof. Johannes Buchacher aus 1994 in der Schrift
"125 JAHRE GYMNASIUM PERAU - ZUR GESCHICHTE DER SCHULE"